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Rhythmus im Blut

Musik hören unter Linux

Rhythmbox, ursprünglich von Apples iTunes inspiriert, organisiert nicht nur Ihre Musiksammlung, sondern bringt auch eine Latte komfortabler Features mit.

Das ursprünglich von Apples iTunes inspirierte Programm Rhythmbox [1] verwaltet Ihre Musiksammlung nicht nur, sondern bietet noch eine Reihe Features an, die über das einfache Abspielen eines Songs hinausgehen. Mit Hilfe der Software durchsuchen und sortieren Sie Ihre Musiksammlung, finden passende Songtexte und Alben-Cover zu einzelnen Titeln und greifen auf Musikdienste aus dem Internet zu. Rhythmbox unterstützt iPods und andere Wechseldatenträger und sieht dabei noch gut aus. Das fanden wohl auch die Macher von Ubuntu und kürten den Audioplayer zum Standard der Distribution.

Die Musikbox anwerfen

Starten Sie Rhythmbox zum ersten Mal, durchforstet das Programm den Ordner Musik in Ihrem Home-Verzeichnis nach Musikdateien. Bei großen Musiksammlungen sehen Sie zunächst dabei zu, wie Rhythmbox sein Hauptfenster automatisch mit Künstlernamen und Albumtiteln füllt, die es aus den vorliegenden Dateien zieht (Abbildung 1). Sollten Sie Ihre Musikdateien nicht an einem Ort auf der Festplatte versammeln, ist das kein Grund zur Sorge: Über den Menüeintrag Musik | Ordner füttern Sie den Audioplayer mit zusätzlichen Verzeichnissen. Durch einen Doppelklick auf einen Dateinamen im unteren rechten Bereich spielen Sie ein Musikstück ab.

Abbildung 1

Abbildung 1: Mit Rhythmbox verwalten Sie nicht nur Ihre Lieblingssongs unter Linux, sondern erschließen sich auch das Internet als ewig sprudelnden Quell von neuer Musik.

Was die unterstützten und nicht unterstützten Dateiformate angeht: Ein jungfräuliches Rhythmbox spielt und indiziert WAV, OGG sowie weitere offene Dateiformate ohne zu murren. Wie Sie die Software dazu überreden, auch proprietäre Formate wie AAC, WMA und MP3 abzuspielen, erklärt der Artikel zum Thema Multimedia in diesem Heft.

Das Hauptfenster von Rhythmbox teilt sich auf in eine Menüleiste, unterhalb derer sich die Buttons zur Steuerung des Players befinden. Die linke Seitenleiste enthält – neben den Wiedergabelisten – die lokalen und entfernten Musikquellen – darunter Online-Dienste wie Last.fm und Music Stores wie Jamendo und Magnatune. Die drei Bereiche rechts zeigen unten die Playlist an und darüber den Inhalt Ihrer Musiksammlung, sortiert nach Künstlernamen (Interpret) und Albumtiteln (Album). Über die schnelle Suche durchforsten Sie die Sammlung fix nach einem Schlagwort, das etwa im Titel eines Songs vorkommt.

Player im Griff

Die Bedienelemente für Rhythmbox befinden sich in der Symbolleiste. Ein Klick auf Wiedergabe spielt die aktuelle Wiedergabeliste ab und hört erst wieder auf, wenn Sie erneut Wiedergabe wählen. Über Vorheriger und Nächster springen Sie einen Song weiter oder zurück. Nach einem Klick auf Zufall spielt Rhythmbox die Wiedergabeliste in zufälliger Reihenfolge ab. Oberhalb des Fortschrittsbalkens steht der Titel des momentan gespielten Stücks, rechts davon zeigt der Player die bereits gespielte Zeit sowie die gesamte Spielzeit an. Ein Klick auf Visuelle Effekte zeigt beim Abspielen eines Songs bewegliche Muster, die Sie über den Reiter Modus unterhalb der Effekte auch im Vollbild laufen lassen (Abbildung 2).

Abbildung 2

Abbildung 2: Das Plugin "Visuelle Effekte" verschönert das Abspielen von Songs. Die wabernden Muster erscheinen auf Wunsch auch im Vollbildmodus.

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