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Plasmatisch, praktisch, gut

Kubuntus Desktop

Auf den ersten Blick ähnelt die Benutzeroberfläche von Kubuntu dem kommerziellen Konkurrenten Windows. Ein kleiner Rundgang durch das wesentlich flexiblere KDE 4 beweist jedoch schnell das Gegenteil.

Nach dem ersten Start von Kubuntu erscheint kurz nach dem Anmelden KDEs Arbeitsumgebung aus Abbildung 1. Auf einem blauen Hintergrund schweben zwei Milchglasfenster, die sich bei kleineren Auflösungen gern einmal überlappen. Am unteren Rand sitzt die hellgraue Kontrollleiste, die zahlreiche Symbole und Schaltfläche spicken. Welche Funktionen sich jeweils dahinter verbergen, verrät ein kurzzeitig auf ihnen geparkter Mauszeiger. Ganz rechts oben in der Ecke versteckt sich schließlich noch ein Symbol mit einem gelben Regentropfen, den KDE-Nutzer auch liebevoll "Kaffeebohne" nennen.

Abbildung 1

Abbildung 1: Der KDE-Arbeitsbereich nach dem ersten Start.

Armaturenbrett

Das wichtigste Bedienelement ist die Kontrollleiste am unteren Rand. Hinter der Schaltfläche ganz links wartet das so genannte K-Menü (Abbildung 2), über das Sie unter anderem alle installierten Programme erreichen (siehe Kasten Kickoff). Rechts daneben bietet der Schnellzugriffsbrowser seine Dienste an. Wie sein sperriger Name andeutet, ermöglicht er einen direkten Zugriff auf die Inhalte des Heimatverzeichnisses im Dateimanager Dolphin.

Kickoff

KDE 4 bringt ein grundlegend überarbeitetes K-Menü mit. Es ähnelt jetzt sehr stark den Pendants aus Windows 7 und Vista. Sobald Sie es aufklappen, sehen Sie fünf Register. Favoriten bietet eine Liste mit häufig benutzten Programmen. Die übrigen installierten Anwendungen finden Sie unter Programme, jeweils nach ihrem Verwendungszweck sortiert. Um ein Programm den Favoriten hinzuzufügen, klicken Sie es hier mit der rechten Maustaste an und wählen Zu Favoriten hinzufügen.

Auf der Karteikarte Rechner finden Sie alle eingebundenen Medien, einen Schnellzugriff auf wichtige Orte, sowie Zugang zu den Systemeinstellungen und der Paketverwaltung KPackageKit. Das Register Verlauf listet alle zuletzt geöffneten Dokumente und Programme auf, während Sie über Verlassen den Computer neu starten oder ausschalten. Das Eingabefeld am oberen Rand spürt eine gesuchte Anwendung schon während der Eingabe ihres Namens auf.

Tipp

Wenn Ihnen das K-Menü zu überladen erscheint, schalten Sie auf eine puristische Variante um. Dazu klicken Sie die K-Menü-Schaltfläche in der Kontrollleiste mit der rechten Maustaste an und wählen Zum klassischen Menüstil wechseln.

Abbildung 2

Abbildung 2: Das K-Menü erinnert leicht an das Startmenü aus Windows 7.

Zu jedem geöffneten Fenster erscheint in dem großen, derzeit noch leeren, Bereich der Kontrollleiste ein entsprechender Eintrag. Über ihn holen Sie das Fenster in den Vordergrund, minimieren es oder blasen es wieder auf seine vorherige Größe auf – dieser Bereich heißt daher auch Fensterleiste.

Wechselspiel

Weiter auf der rechten Seite finden Sie zwei kleine, übereinander gestapelte, silbergrau schimmernde Rechtecke. Mit ihnen schalten Sie schnell zwischen zwei virtuellen Arbeitsflächen um. So sammeln Sie etwa auf der einen Arbeitsfläche einen Browser mit vielen Fenstern, während Sie auf der anderen Textdokumente in OpenOffice bearbeiten.

Das dunkelblaue Symbol rechts neben den Arbeitsflächen-Umschaltern verkleinert alle geöffneten Fenster auf einen Schlag und gibt so den Blick auf die dahinter liegende Arbeitsfläche frei.

Als nächstes folgt in der Kontrollleiste ein hellgrau hervorgehobener Abschnitt, den auf der rechten Seite ein i-Symbol ziert. Er fasst verschiedene Systemeinstellungen zusammen. Standardmäßig finden Sie hier drei Symbole, über die Sie auf den Inhalt der Zwischenablage zugreifen, die Netzwerkverbindungen einstellen und die Lautstärke regeln. Ein Mausklick auf eines der Symbole öffnet ein kleines Menü mit den entsprechenden Funktionen. Im Fall des Lautsprechers erscheinen ein Lautstärkeregler, sowie eine Option, um den Mixer zu öffnen.

Wollen Sie ein solches Fenster wieder schließen, klicken Sie entweder auf einen freien Bereich der Arbeitsfläche oder erneut auf das Symbol. Einige KDE-Programme, wie der Audio-Player Amarok, nisten sich dort mit einem eigenen Symbol ein. Zusätzlich sammelt der Systemabschnitt mit dem i alle einlaufenden Systemmeldungen und Nachrichten. Liegen etwa neue Updates vor, schält sich ein entsprechendes Informationsfenster aus der Kontrollleiste hervor (Abbildung 3).

Abbildung 3

Abbildung 3: Wichtige Informationen wie diese meldet der Systembereich in einem eigenen Fenster.

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