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Boxenstopp

Nach der Installation

Nach der Installation ist vor der Installation: Mit ein paar Handgriffen bringen Sie Ubuntu und seine Derivate ins Internet, stopfen Sicherheitslücken und beheben Fehler an Programmen.

Ubuntu 9.10 und seine Derivate stammen vom Oktober letzten Jahres. Üblicherweise beginnt nach der Herausgabe der neuen Version einer Distribution das große Patchen: Die Entwickler schieben zahlreiche Softwareflicken in die Paketquellen. Diese beheben Probleme mit Programmen, auf die Anwender bei der Arbeit stoßen und schließen Sicherheitslücken.

Ein fehlerfreies Ubuntu, das keinerlei Updates braucht, gibt es nicht – auch wenn Sie bei Ihrer täglichen Arbeit nicht unbedingt auf einen dieser Fehler stoßen. Dabei versuchen die Entwickler, keine neue Version einer Software zu installieren, sondern vielmehr die vorhandenen zu reparieren. Neue Versionen landen in der Regel im nächsten Release der Distribution, wenn Sie diese nicht vorher aus dem Quellcode selbst übersetzen.

Seit dem Oktober 2009 haben sich also einige Patches angesammelt: Die laden Sie nicht von obskuren Webseiten herunter, sondern beziehen Sie vielmehr bequem über die Aktualisierungsverwaltung des Paketmanagers. Anhand von Paketlisten prüft die Software, welche der Aktualisierungen die bei Ihnen installierten Programme betreffen, lädt die Patches herunter und installiert sie.

Das Henne-Ei-Problem

Diese Updates setzen voraus, dass Sie über einen Zugang zum Internet verfügen. Der NetworkManager hilft Ihnen dabei, diesen zu konfigurieren. Er verbirgt sich unter Ubuntu, Xubuntu und UNR hinter dem kleinen Icon oben rechts im Panel (Abbildung 1). Unter Kubuntu finden Sie ihn unten rechts im Systembereich.

Abbildung 1

Abbildung 1: Erkennt der Kernel Ihre WLAN-Karte, wählen Sie über den NetworkManager Ihr WLAN-Netz aus und verbinden sich dorthin.

Stoßen Sie bei der Konfiguration von DSL-Modems oder UMTS-Sticks jedoch auf Schwierigkeiten, weil der NetworkManager die Geräte nicht findet, konfrontiert Sie das mit dem Henne-Ei-Problem: Die Fehler, die Sie daran hindern, ins Internet zu kommen, beheben Sie zum Teil über Updates, die eine Internet-Verbindung voraussetzen. Meist hilft es in solchen Fällen, mit dem Rechner jemanden zu besuchen, der einen Router besitzt und dort eine Kabelverbindung aufzubauen.

Kabelsalat

Dazu verbinden Sie Ihren Rechner per Netzwerkkabel einfach mit dem Router – auch WLAN-Router verfügen meist über Eingänge für Netzwerkkabel. Sofern der Router IP-Adressen per DHCP automatisch vergibt (was meist der Fall ist), stellt der NetworkManager nun eine Verbindung her. Dieser Weg ist auch interessant, falls es mit der WLAN-Verbindung nicht klappt.

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