Newbuntu

Neues rund um Ubuntu

Großes Kino dank Linux

In seinem Vortrag zum Thema "Challenges in Data Centre Growth" verriet Paul Gunn im Rahmen Linux.conf.au 2010 in Neuseeland [1], welche Hard- und Software hinter dem Kassenschlager Avatar stehen. Gunn muss es wissen: Er arbeitet als Systemadministrator bei der neuseeländischen Visual-Effects-Firma Weta Digital, die auch Material zu Filmen von Peter Jackson und Steven Spielberg beisteuerte.

Für die grandiosen Effekte im neuen Blockbuster "Avatar" von James Cameron zeichnet ein Ubuntu-System mit über 35 000 Prozessorkernen, 104 Terabyte RAM und 2 Petabyte Festplattenplatz verantwortlich. Die Hardware stammt dabei von HP, und selbst bei dieser Rechenpower benötigen einzelne Szenen über 48 Stunden Zeit zum Rendern. Pro Minute Film fallen 18 GByte Daten an.

Wie der Ubuntu-Entwickler Dustin Kirkland in seinem Blog [2] berichtet, setzt Weta Digital aber nicht nur auf der per 10-GBit-Netzwerk verbundenen und wassergekühlten Serverfarm auf Ubuntu. Auch 90 Prozent aller Desktop-Rechner nutzen laut Kirkland das freie Betriebssystem.

Yahoo wird Ubuntus Suchmaschine

Zu den Veränderungen von Ubuntu 10.04, das im April 2010 erscheinen soll, gehört, dass Google seinen Platz als Standardsuchmaschine in Firefox an Yahoo abgibt. Canonical nennt finanzielle Gründe für diesen Schritt [3].

So werde Ubuntus Standardbrowser Firefox zukünftig auf der Startseite die Suchmaschine präsentieren, die der Anwender oben rechts im Suchfeld des Browsers auswählt (Abbildung 1). Das gelte zumindest für die Suchmaschinen Google und Yahoo. Für andere potenzielle Kandidaten wie Amazon, Wikipedia und Ask.com gäbe es noch keine Abmachungen.

Abbildung 1

Abbildung 1: Im Suchfeld von Firefox lassen sich beliebige Suchmaschinen einrichten. Als Standard kommt unter Ubuntu zukünftig Yahoo zum Einsatz.

Die Veränderung geht einher mit einer weiteren Entscheidung von Canonical: Als voreingestellte Suchmaschine will man fortan standardmäßig auf Yahoo setzen. Der Wechsel gilt auch für Upgrades – vorausgesetzt der Anwender verwendet als Standardeinstellung Google.

Der Grund für die Änderung ist simpel: Yahoo zahlt Geld an Canonical, sobald Anwender die voreingestellte Suche verwenden. Das fließt dann in die weitere Entwicklung von Ubuntu. Anwender, die eine andere Suchmaschine bevorzugen, machen diese Einstellung mit zwei Mausklicks wieder rückgängig.

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