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Schöner arbeiten mit KDE

Tipps und Tricks zu KDE 4

Die Bedienung von KDE 4 geht leicht von der Hand. Praktische Tipps und Tricks vereinfachen den alltäglichen Umgang mit dem Desktop, verkürzen den Weg zum Ziel und helfen bei der Fehlersuche.

Viele Funktionen in KDE 4 offenbaren sich auch dem eher ungeübten Anwender recht schnell. Für Poweruser hält KDE jedoch auch eine Reihe von weniger offensichtlichen Fähigkeiten bereit. Die offenbart manchmal nur eine Recherche im Internet, da die Dokumentation zu KDE 4 nicht in allen Bereichen auf dem aktuellen Stand der Entwicklung ist. Die hier vorgestellten Tipps und Tricks gelten für die mit Karmic Koala ausgelieferten KDE-Versionen 4.3.2 und 4.3.4.

Sprünge mit Dolphin

Auf Wunsch zeigt Dolphin an, über wie viel freien Speicherplatz das aktuelle Laufwerk oder die aktuelle Partition noch verfügen (Abbildung 1) – standardmäßig taucht nur ein Größenregler in der Statusleiste auf. Die Informationen zum Speicherplatz aktivieren Sie in Dolphins Einstellungen unter Allgemein | Statusleiste | Speicherplatz-Informationen anzeigen.

Mögen Sie die vom Konqueror bekannte Funktion, Archive als Ordner zu öffnen, aktivieren Sie die gleichnamige Option auch unter KDE 4 im Bereich Navigation.

Um die Drag-&-Drop-Funktion über Ordnergrenzen hinweg zu nutzen, wählen Sie im selben Bereich den Punkt Ordner bei Ziehen-Aktionen automatisch öffnen aus. Dolphin öffnet dann einen Ordner, über den Sie mit gedrückter linker Maustaste eine Datei (oder einen Ordner) ziehen, automatisch, wenn Sie einen Augenblick warten.

Ebenfalls vom Konqueror kennen Sie womöglich das direkte Umbenennen von Dateien, ohne ein Dialogfenster zu öffnen. Über die Option Direktes umbenennen im Register Verhalten aus dem Bereich Allgemein lernt Dolphin diese Funktion, die das Umbenennen mehrerer markierter Dateien via [F2] und [Pfeil-runter] erlaubt.

Abbildung 1

Abbildung 1: Immer im Blick – Dolphin zeigt auf Wunsch den freien Speicherplatz in der Statuszeile an.

Audio-CDs einfach auslesen

Über ein KIO-Plugin bot schon KDE in Version 3 eine einfache Möglichkeit, Audio-CDs auszulesen. Das klappt auch mit KDE 4, wenn Sie das Paket kdemultimedia-kio-plugins installieren. Beim Einlegen einer Audio-CD bietet die Geräteüberwachung in der Kontrollleiste bereits den Menüpunkt Open Audio CD with Dolphin an. Zudem taucht die CD in Dolphin unter Orte auf – in der Regel unter dem Namen Volume. Manuell gelingt der Zugriff über die URL audiocd:/. Kennt die Internetdatenbank FreeDB Ihre CD, ermittelt das KIO-Plugin nicht nur ihren Namen, sondern auch den oder die Interpreten sowie die einzelnen Titel.

Im Hauptverzeichnis bietet Dolphin nun die Stücke als WAV-Dateien (Abbildung 2) an. Darüber erscheinen Verzeichnisse mit Namen wie Ogg Vorbis, FLAC, MP3 und CDA. Ziehen Sie die WAV-Dateien in einen dieser Ordner, wandelt das KIO-Plugin die Dateien in das entsprechende Format um, indem es sie von der CD kopiert und konvertiert. Für das langzeitige Archivieren eignet sich das verlustfreie Format FLAC, das etwa 50 Prozent Platz einspart. Um MP3s zu erzeugen, installieren Sie das Paket lame. Die Einstellungen für den Codec finden Sie in den Systemeinstellungen unter Erweitert | Audio-CDs oder schnell über [Alt]+[F2] und die Eingabe von Audio-CDs.

Abbildung 2

Abbildung 2: Auslesen einer Audio-CD mit Bordmitteln. Dolphin zeigt die auf der CD enthaltenen Titel an.

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