AA_netz.jpg

© Kheng Ho Toh, 123RF

Gut vernetzt

Nach der Installation

Nach der Installation ist vor der Installation: Mit ein paar Handgriffen bringen Sie Ubuntu ins Internet, stopfen Sicherheitslücken und beheben Fehler an Programmen.

Üblicherweise beginnt nach der Herausgabe der neuen Version einer Distribution das große Patchen: Die Entwickler schieben zahlreiche Softwareflicken in die Paketquellen. Diese beheben Probleme mit Programmen, auf die Anwender bei der Arbeit stoßen und schließen Sicherheitslücken.

Ein fehlerfreies Ubuntu, das keinerlei Updates braucht, gibt es nicht – auch wenn Sie bei Ihrer täglichen Arbeit nicht unbedingt auf einen dieser Fehler stoßen. Über die Updates wollen die Entwickler keine neue Version einer Software installieren, sondern vielmehr die vorhandene reparieren. Neue Versionen landen in der Regel im nächsten Release der Distribution, wenn Sie diese nicht vorher aus dem Quellcode selbst übersetzen oder aus den so genannten Backports beziehen.

Auch Ubuntu 10.04 wird im Laufe der Zeit einige Patches ansammeln: Die laden Sie nicht von obskuren Webseiten herunter, sondern beziehen Sie vielmehr bequem über die Aktualisierungsverwaltung des Paketmanagers. Anhand von Paketlisten prüft die Software, welche der Aktualisierungen die bei Ihnen installierten Programme betreffen, lädt die Patches herunter und installiert sie .

Das Henne-Ei-Problem

Um die Updates zu beziehen, brauchen Sie einen Zugang zum Internet. Der NetworkManager in Version 0.8 hilft Ihnen dabei, diesen zu konfigurieren (Abbildung 1). Er verbirgt sich unter Ubuntu hinter dem kleinen Icon oben rechts im Panel.

Abbildung 1

Abbildung 1: Der NetworkManager sorgt dafür, dass Sie per UMTS, WLAN, DSL-Modem oder auch Kabel den Weg ins Internet finden.

Stoßen Sie bei der Konfiguration von WLAN-Karten, DSL-Modems oder UMTS-Sticks auf Schwierigkeiten, weil der NetworkManager die Geräte nicht findet, konfrontiert Sie das mit dem Henne-Ei-Problem: Die Fehler, die Sie daran hindern, ins Internet zu kommen, beheben Sie zum Teil über Updates und den Download externer Software, die eine Internetverbindung voraussetzen. Leider hilft es in solchen Fällen häufig nur, den Rechner über ein Netzwerkkabel mit einem WLAN-Access-Point bzw. Router zu verbinden.

Kabelsalat

WLAN-Router verfügen meist über Eingänge für Netzwerkkabel. Sofern der Router IP-Adressen per DHCP automatisch vergibt (was meist der Fall ist), stellt der NetworkManager nach dem Anschließen des Kabels sofort eine Verbindung her.

Einem Freund empfehlen