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Vernetzen & Aktualisieren

Nach der Installation

Nach der Installation ist vor der Installation: Mit ein paar Handgriffen bringen Sie Ubuntu und seine Derivate ins Internet, stopfen Sicherheitslücken und beheben Fehler an Programmen.

Ubuntu 10.04 und seine Derivate stammen vom April 2010. Üblicherweise beginnt nach der Herausgabe einer neuen Distributionsversion das große Patchen: Die Entwickler schieben zahlreiche Softwareflicken in die Paketquellen. Diese Updates beheben Probleme mit Programmen, auf die Anwender bei der Arbeit stoßen und schließen Sicherheitslücken.

Ein fehlerfreies Ubuntu, Kubuntu oder Xubuntu, das keinerlei Updates braucht, gibt es nicht – auch wenn Sie bei Ihrer täglichen Arbeit nicht unbedingt auf einen dieser Fehler stoßen. Dabei installieren die Entwickler keine neue Version einer Software, sondern reparieren vielmehr die vorhandene. Neue Versionen landen in der Regel im nächsten Release der Distribution, wenn Sie diese nicht vorher aus dem Quellcode selbst übersetzen oder über ein PPA installieren

Die Patches laden Sie nicht von obskuren Webseiten herunter, sondern beziehen diese über die Aktualisierungsverwaltung des Paketmanagers. Der prüft anhand von Paketlisten, welche der Patches die bei Ihnen installierten Programme betreffen, lädt diese herunter und installiert sie.

Das Henne-Ei-Problem

Die Updates setzen voraus, dass Sie über einen Zugang zum Internet verfügen. Der NetworkManager hilft Ihnen dabei, diesen zu konfigurieren. Er verbirgt sich unter Ubuntu und Xubuntu hinter dem kleinen Icon oben rechts im Panel (Abbildung 1). Unter Kubuntu finden Sie ihn unten rechts im Systembereich.

Stoßen Sie bei der Konfiguration von DSL-Modems oder UMTS-Sticks jedoch auf Schwierigkeiten, weil der NetworkManager die Geräte nicht findet, konfrontiert Sie das mit dem Henne-Ei-Problem: Die Fehler, die Sie daran hindern, ins Internet zu kommen, beheben Sie zum Teil über Updates, die eine Internetverbindung voraussetzen. Meist hilft es in solchen Fällen, mit dem Rechner jemanden zu besuchen, der einen Router besitzt und dort eine Kabelverbindung aufzubauen.

Kabelsalat

Die meisten deutschen Haushalte gelangen über Router ins Internet, die zugleich als Access Points für das WLAN fungieren. Die Geräte verfügen meist auch über Eingänge für Netzwerkkabel (RJ-45). Bei Problemen mit der drahtlosen Internetverbindung verbinden Sie Ihren Rechner über ein solches Kabel einfach mit dem Router. Sofern dieser IP-Adressen per DHCP automatisch vergibt (was meist der Fall ist), stellt der NetworkManager nun eine Verbindung her.

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