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© Raoul Fesquet, Fotolia.com

Neues Jahr, neues Glück

Editorial

Ich muss sagen, ich war überrascht! Ich selbst bin kein großer Freund von Umfragen. Wer schonmal eine knappe Stunde lang Fragen zur bevorzugten Bananensorte beantwortet hat, weiß, wovon ich reden. Um so mehr freut es mich, dass sich knapp 500 Leser durch den Fragebogen unserer Leserumfrage gekämpft haben [1]. Vielen Dank!

Um es gleich vorauszuschicken: Da die Umfrage kurz vor dem Redaktionsschluss abgeschlossen wurde, konnten wir noch nicht alle Ergebnisse auswerten, was insbesondere die zahlreichen Freitextangaben betrifft. Die fallen aber nicht unter den Tisch: Wir stellen weitere Ergebnisse im nächsten Heft vor, oder – wenn Sie nicht so lange warten wollen – auf unserer Webseite bzw. bei Facebook (siehe Kasten).

Aber nun zu den Fragen. Was glauben Sie zum Beispiel: Wieviel Prozent von Ihnen nutzen das reine Ubuntu (als Haupt- oder Nebensystem)? Und welches Ubuntu-Derivat ist am erfolgreichsten? Die Antwort auf die erste Frage lautet: 89 Prozent. Das ist deutlich. Ubuntu folgt dann aber nicht etwa Kubuntu (was ich vermutet hätte), sondern Ubuntu Netbook Edition, die laut Umfrage 20 Prozent der Befragten einsetzen (Kubuntu setzen 15 Prozent ein). Und wer glaubt, dass die Marktmacht von Windows langsam schwindet: Bei über 90 Prozent von Ihnen läuft parallel ein Windows – so schnell wird Bug No. 1 wohl nicht gefixt [2].

Einige der Fragen stellten wir aus reiner Neugier. So gibt es zwischen den Redakteuren der Schwesterpublikationen (LinuxUser, EasyLinux, Linux Magazin) regelmäßig Spekulationen über den Verbreitungsgrad von 64-Bit-Systemen. Daran knüpft sich konkret die Frage, ob es sich lohnt, Software für diese Systeme auf die Heft-DVD zu packen. Für den Ubuntu User lässt sich das eher mit "Ja" beantworten (Abbildung). Während sich rund 37 Prozent der Leser, welche die Frage beantwortet haben, für die 32-Bit-Version aussprechen, bevorzugen immerhin 16 Prozent die 64-Bit-Variante.

Und noch ein paar Ergebnisse in Kurzform. Die meisten von Ihnen gehen mit einem DSL-Router ins Netz (per WLAN und noch häufiger per Kabel). Es folgen UMTS-Sticks und DSL-Modems. Niemand benutzt mehr ISDN (zum Glück). 95 Prozent verwenden einen Rechner mit mindestens 512 MByte RAM, 47 Prozent stehen dabei mehr als 4 GByte zur Verfügung. Insgesamt sind nur noch wenig alte Gurken im Einsatz. Etwa 2 Prozent der Leser benutzen hauptsächlich noch Rechner mit bis zu 500 MHz Taktfrequenz und mit bis zu 512 MByte RAM.

Und zum Heftinhalt selbst: Thematisch sind die Interessen sehr vielfältig – es gibt keine richtigen Ausreißerthemen. Vorn dabei sind Multimedia und Sicherheit – aber auch die Open-Source-Szene – im Heft selbst finden Sie u.a. die vorgestellte Software, die Schwerpunkte, die aktuellen Themen und die Desktop-Themen sehr interessant. Als Schulnoten haben Sie dem Heft durchweg Zweien gegeben: Das freut uns, denn es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zugleich lässt es Raum für Verbesserungen. Hinzu kommt: Da das nächste Heft erst im Februar 2011 erscheint, haben wir jetzt schon ein paar gute Vorsätze für das neue Jahr.

Ubuntu User Online

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