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Nachgefragt

Auswertung der Leserumfrage 2010

2010 haben wir eine Umfrage veranstaltet, an der fast 500 unserer Leser teilnahmen. Hier folgt nun die etwas detailliertere Auswertung mit einigen Erklärungen zu den Hintergründen unserer Heftgestaltung.

Eigentlich wollten wir zwei Seiten im letzten Heft für die erweiterte Auswertung der Leserumfrage reservieren. Aus Platzgründen entschieden wir, das Ergebnis auf unserer Webseite zu veröffentlichen, und die drei Seiten lieber auf ein praktisches Thema zu verwenden.

Einige der Ergebnisse habe ich bereits im Editorial des Hefts 01/2011 genannt. In dieser Auswertung soll es vor allem um die Freitextantworten zu einigen der noch nicht ausgewerteten Fragen gehen. Der Text ist etwas länger geworden als geplant, aber online spielt das zum Glück keine Rolle.

Auserlesen

"Was lesen Sie noch?" lautete eine der Fragen, deren Beantwortung recht viel über Ihre unterschiedlichen Hintergründe zeigt (Abbildung 1). Hier führt die c't mit 40 Prozent, gefolgt vom LinuxUser mit 33 Prozent. Etwa gleich viele Leser ziehen zusätzlich das Linux-Magazin bzw. die Einsteigerzeitschrift EasyLinux heran (19,4 respektive 21,6 Prozent). Unter ferner liefen folgen dann die Chip, PC-Welt und Linux Intern mit jeweils um die 10 Prozent. Das sind also grob die Pole, zwischen denen Ubuntu User inhaltlich balanciert und das erklärt auch ein wenig das recht breite Spektrum unserer Artikel. Das reicht von den Einsteigerartikeln im Bereich "Erste Schritte" bis hin zu den Admin- und Schwerpunkt-Themen, die Sie in den gleichnamigen Rubriken finden.

Abbildung 1

Abbildung 1: Sag mir was Du liest und ich weiß wer Du bist, trifft auf den Ubuntu User eher weniger zu. Das Spektrum der nebenbei gelesenen Zeitschrift reicht von Einsteigermagazinen bis hin zu Blättern für Profis.

Dazu sollten Sie vielleicht wissen, dass die wenigsten Leser eine Zeitschrift von vorn bis hinten durchlesen (was der Idealfall wäre). Die meisten der Leser picken sich vielmehr ein paar Artikel heraus, die an ihre Interessensgebiete grenzen, weshalb wir versuchen, die Themen so zu gewichten, dass alle Lesergruppen ein paar Artikel im Heft finden.

Lieblingsthemen

In den Antworten zur Frage "Welche Themengebiete interessieren Sie besonders?" (Abbildung 2) lassen sich nicht nur die im Editorial erwähnten Gewinner aufzählen, sondern auch die offensichtlichen Randthemen. Zu den fünf "randständigsten" gehören: "Desktop Publishing/Fonts" (8,6 %), "CAD/CAM" (9 %), "Groupware" (11 %), "Filesharing" (11,7 %) und "Interviews" (13,7 %). Auf letztere werden wir auch in den zukünftigen Ausgaben nicht verzichten, denn Ubuntus Identität machen eben auch die Menschen hinter der Distribution aus. Auch wenn viele von ihnen heute für ihre Arbeit Geld bekommen, stammen sie doch fast alle aus der Community.

Abbildung 2

Abbildung 2: Bei der Angabe der beliebten Themen gibt es ein paar Favoriten, die aber recht eng zusammen liegen. Wirkliche Ausreißer fehlen.

In den Freitextfeldern schlugen Sie oft sehr spezifische Themengebiete vor, von denen die meisten in eine der Heftrubriken fallen. Auffällig ist hier, dass sich hier – wie bei den beliebtesten Themen – kein eindeutiger Trend zu einem bestimmten Thema ausmachen lässt. Das Spektrum der Antworten reicht von Tipps und Tricks, Bootloader (als einzige Themen mehrmals genannt) über Finanzanwendungen und Amateurfunksoftware bis hin zur Bitte, abstrakte Themen wie Software Engineering und Statistikprogramme zu besprechen. Diese Vorschläge nehmen wir gern auf, einige haben wir auch bereits mit Artikeln bedacht.

Tipps und Tricks scheinen im Heft die spannendsten Bereiche zu sein (62 % sagen "sehr interessant"), die Rubrik Programmieren halten – neben der Heft-DVD mit 16,7 % – die meisten Leser für "uninteressant" (13,7 %). Das ist nicht verwunderlich. Erstens gab es bis zur Umfrage schlicht keine Rubrik zum Thema "Programmieren" (wir hatten einzelne Artikel zum Thema in anderen Rubriken verteilt), zweitens kann unsere Zeitschrift in dem Bereich auch nicht wirklich punkten. Wir können Einsteigern und interessierten Laien Programmiersprachen, IDEs und Tools (wie Quickly und Ground Control) vorstellen und schmackhaft machen sowie ein paar Tipps und Tricks präsentieren. Um aber eine Programmiersprache umfassend zu erlernen, müssen Sie zu einem Buch greifen.

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