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© Witold Krasowski, 123RF

Ab ins Netz

Der eigene Webserver

Natürlich können Sie sich für einige Euronen im Monat einen Root-Server mieten. Wollen Sie aber die freie Wahl beim installierten System oder nur ein wenig experimentieren, verwandeln Sie einen (alten) Rechner in einen Heimserver.

Wer sich aktuell eine DSL-Flatrate mietet, bekommt für sein Geld schon recht ordentliche Up- und Download-Raten. Die lassen sich nutzen, um an den Router einen (ausrangierten) Rechner zu hängen, auf dem zum Beispiel ein Apache-Server läuft. Den erreichen Ihre Freunde und Bekannten – aber vor allem Sie selbst – dann von jedem beliebigen Rechner der Welt aus. Im Schwerpunkt zeigen wir, wie Sie so einen Server einrichten. Die Artikel beleuchten zudem verschiedene Facetten, die im Client-Server-Betrieb eine Rolle spielen.

Lokalkolorit

Der Ausflug beginnt beim lokalen Rechner, denn Server laufen nicht nur im Internet. Auch Einzelplatzrechner bieten Dienste an und nehmen Dienste in Anspruch – man denke etwa an den X-Server oder den Druckerserver CUPS. Wir zeigen, welche Dienste generell unter Ubuntu laufen, was diese tun und wie Sie sie kontrollieren.

Im Hauptartikel erklären wir, wie Sie lokal einen Apache-Server aufzusetzen, ihn absichern und wohin die Dateien gehören, mit denen Sie ihn füttern.Wir zeigen, wie Sie die Rechte richtig setzen und dafür sorgen, dass Apache PHP-Dateien korrekt anzeigt. Außerdem stellen wir die Datenbankverwaltung PhpMyAdmin vor und demonstrieren, wie Sie auf dem Server ein einfaches Wordpress-Blog einrichten.

Fortgeschrittene Anwender erfahren, wie sie mit Hilfe von virtuellen Hosts (V-Hosts) mehrere Domains konfigurieren. Module wie mod_rewrite und mod_ssl runden die Apache-Installation ab: Ersteres schreibt Domainnamen so um, dass Suchmaschinen sie besser finden, letzteres bietet Browsern einen sicheren HTTPS-Zugriff auf Webseiten. So melden Sie sich auch in unsicheren Umgebungen wie einem Internetcafé sicher bei Ihrem Server an.

Stabile Verbindung

Noch läuft der Server nur im lokalen Netzwerk. Weitere Artikel erklären, wie Sie die Network Address Translation Ihres Router so konfigurieren, dass dieser Anfragen aus dem Internet an den Server weiterleitet. Dazu brauchen Sie für den Server am besten einen permanenten Domainnamen, der auch mit den ständig wechselnden IPv4-Adressen zurecht kommt, die Ihnen der Provider zuweist. DynDNS lautet hier das Zauberwort – wir zeigen, wie Sie das einrichten. Was es generell mit IP-Adressen in lokalen Netzwerken auf sich hat, verrät ein Grundlagenartikel.

Betreiben Sie einen Server im Internet, müssen Sie nicht zuletzt ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit legen. Üblicherweise genügt es, die aktuellsten Patches für Ihren Server und das darunter liegende Betriebssystem einzuspielen. Es gibt aber noch weitere Schutzmöglichkeiten, eine davon stellt der Artikel zu SSH-Guard vor. Das Tool beobachtet fehlgeschlagene Anmeldungen und schickt auffällige IP-Adressen auf die Strafbank. Anders als der Name suggeriert, lässt sich SSH-Guard auch für andere Internetdienste einsetzen. Wir wünschen viel Spaß beim Experimentieren.

Inhalt Schwerpunkt

Dienste unter Ubuntu 44

Apache-Server aufsetzen 48

NAT und DynDNS 56

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