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Give me five!

Fünf 32-Bit-Ubuntus

Für 32-Bit-Rechner bringt die Heft-DVD diesmal fünf Ubuntu-Derivate jeweils in einer direkt installierbaren und in einer Live-Version mit. Wir erklären, wie Sie die DVD benutzen und welche Unterschiede zwischen den Ubuntus bestehen.

Diesmal bringt unsere Heft-DVD – neuerdings eine EcoDisc (siehe Kasten EcoDisc) – fünf Varianten von Ubuntu 10.10 für 32-Bit-Rechner mit. Im Bootmenü entscheiden Sie, ob Sie Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu und Mythbuntu im Live-Modus starten wollen oder direkt zur Installation schreiten.

EcoDisc

Falls Sie sich wundern, warum die Heft-DVD diesmal so dünn ist: Wir benutzen ab sofort die in Deutschland bisher wenig verbreitete EcoDisc. Die ist nur halb so dick wie eine herkömmliche DVD und verbraucht in der Produktion laut Hersteller nur die Hälfte der Energie sowie die Hälfte an Rohstoffen, zudem lässt sie sich recyclen. In Ländern wie Großbritannien sind die DVDs schon länger im Einsatz, sie funktionieren in allen herkömmlichen DVD-Laufwerken.

Damit das Bootmenü der DVD auf dem Monitor erscheint, müssen Sie den Rechner mitunter dazu überreden, nicht wie gewohnt von der Festplatte zu booten, sondern von der DVD. Das regeln Sie im BIOS. Um dorthin zu gelangen, drücken Sie direkt nach dem Einschalten des Rechners wahlweise [ESC],[ENTF],[F2] oder [F12] – das ändert sich von Rechner zu Rechner.

Im BIOS suchen Sie dann nach einer Option, um die Reihenfolge der verwendeten Bootmedien zu ändern. Rücken Sie die Möglichkeit, von CD/DVD bzw. einem USB-Medium zu booten, an die erste Stelle. Sie verschieben Bootoptionen meist über [+] und [-] bzw. [Pfeil-hoch] und [Pfeil-runter], manchmal auch über die [F]-Tasten. Die benutzbaren Tastenkombinationen finden Sie im Regelfall am unteren Bildschirmrand oder im rechten Bereich oder – zur Not – in dem zum Rechner gehörenden Handbuch. Speichern Sie die Änderungen schließlich (meist über [F10]) und starten Sie den Rechner neu.

Im Bootmenü wählen Sie dann eine der Distributionen aus und übergeben bei Bedarf, indem Sie [Tab] drücken – einen Bootparameter wie nomodeset oder acpi=off. Über [Eingabe] laden Sie dann die Distribution Ihrer Wahl.

Lubuntu

Lubuntu ist noch kein offizielles Ubuntu-Derivat und eignet sich insbesondere für weniger leistungsstarke Rechner, etwa Netbooks (Abbildung 1). Laut Wikipedia [1] läuft die Live-Version auch auf alten Pentium-II-Rechnern und braucht Lubuntu nur halb so viel Arbeitsspeicher wie Xubuntu (das ebenfalls als schlanke Ubuntu-Alternative gilt). Der mitgelieferte LXDE-Desktop setzt als Fenstermanager auf OpenBox und bringt ansonsten ein Arsenal an Standardprogrammen für die gängigsten Aufgaben mit (Tabelle 1). Die Macher von Lubuntu betonen zudem, dass die Distribution nur wenig Energie verbraucht.

Abbildung 1

Abbildung 1: Anstelle der umfangreichen OpenOffice-Suite setzt Lubuntu Abiword als Textverarbeitung und Gnumeric als Tabellenkalkulation ein.

Xubuntu

Das offiziell schlanke Ubuntu-Derivat heißt noch immer Xubuntu und setzt auf den Xfce-Desktop (was das X im Namen erklärt). Wie Lubuntu bringt die Distribution eine Armada an eigenen Programmen mit – einige davon Gnome-basiert. Die Xubuntu-Entwickler wollen erklärtermaßen ein einfach zu bedienendes und komfortables Ubuntu schaffen, das zugleich durch einen geringen Speicherbedarf und durch eine hohe Performance glänzt.

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