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Ubuntu-News

Thunderbird und Firefox erreichen Version 5, BLIT und Ubucon freuen sich auf Zulauf und ein neues Metapaket für Entwickler ist da. Neues aus der Welt von Ubuntu.

Firefox 5 mit bewegtem CSS

Mozilla hat den neuesten Streich seiner Firefox-Serie veröffentlicht. Das Projekt preist Firefox 5 als ersten Browser, der die "Do-not-Track"-Funktion zur Unterdrückung von Cookies über mehrere Plattformen hinweg mitbringt. Neu ist auch der prominente Ort im Menü, an dem die Funktion zu finden ist – an oberster Stelle in den Datenschutzeinstellungen (Abbildung 1).

Abbildung 1

Abbildung 1: Das neue "Do not track!"-Feature sitzt an prominenter Stelle in den Einstellungen. Ob sich die Webseitenbetreiber an die freundliche Bitte halten, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Aufgrund des verkürzten Entwicklungszyklus fallen die Änderungen ansonsten aber eher schmal aus. Zu ihnen gehören etwa die CSS-Animationen, die es erlauben, gestalterische Elemente von Webseiten mit einfachen Mitteln zu animieren und zwar ganz ohne JavaScript-Kenntnisse. Ein Beispiel lässt sich unter [1] bewundern.

Ansonsten haben die Firefox-Entwickler am Support für Webtechnologien wie HTML 5, XHR, MathML und SMIL geschraubt, welche der Browser nun besser unterstützt. Entwickler von Firefox-Erweiterungen dürften sich über ein Add-on-SDK [2] freuen, mit dem sie einfacher als bisher neue Erweiterungen für die Browserversion entwickeln oder bestehende anpassen.

Noch detailliertere Informationen zur neuen Version findet man in den Release Notes zu Firefox 5 [3]. Nutzer von Ubuntu 11.04 verwenden die neue Version vermutlich bereits: Das Projekt hat den Browser automatisch aktualisiert.

Thunderbird zieht gleich

Der E-Mail-Client Thunderbird, der ebenfalls zum Mozilla-Projekt gehört, tat es dem Firefox gleich und sprang von Version 3 direkt auf Version 5. Die neue Version bietet fast 400 Änderungen und Fixes, welche Performance, Geschwindigkeit, Stabilität und Sicherheit des Clients verbessern, schreiben die Entwickler in den Release Notes [4].

Der Open-Source-Mailclient ist für Linux, Mac OS X und Windows zu haben und mittlerweile in 43 Sprachen lokalisiert. Das Mozilla-Projekt entschloss sich, die Version 4 auszulassen und gleich zur 5 überzugehen, wofür die eingesetzte Gecko-5-Engine Pate stand. Trotz Versionsgleichstand werden die Thunderbird-Entwickler wohl nicht lange mit den vom Firefox-Projekt angestrebten schnellen Release-Zyklen mithalten.

Zu Thunderbird 5 notieren die Macher in den Release Notes außerdem, dass ein schnellerer Start zu erwarten sei und der Assistent die Anwender beim Einrichten der E-Mail-Konten nun noch besser unterstütze. Als weitere Neuerung gilt die Möglichkeit, Tabs neu zu ordnen und in andere Programmfenster zu ziehen. Neben den Attachements wird auch die zugehörige Dateigröße angezeigt. Für Ubuntu-Anwender bietet der das PPA Thunderbird Stable Channel (Abbildung 2) die Version 5 bereits an (ppa:mozillateam/thunderbird-stable), in den gewöhnlichen Paketquellen stoßen Sie zum Redaktionsschluss noch auf die Version 3.1.

Abbildung 2

Abbildung 2: Ein PPA bietet Version 5 auch für Ubuntu an. In den Standardpaketquellen wartet hingegen nach wie vor die Version 3.

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