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© Eric Isselee, 123RF.com

Tief geschürft

Schwerpunkt: Ubuntu 12.10 & Bitcoin

Erwartungsgemäß gehört das neue Ubuntu 12.10 zu den großen Themen im Heft, wobei wir uns neben den Neuerungen auch den Apps zuwenden. Das zweite große Schwerpunktthema heißt Bitcoin: Wir stellen die virtuelle Währung und passende Tools zum Bitcoin-Schürfen vor.

Nach dem Erscheinen einer LTS-Version bauen die Entwickler meist frische Features in die Distribution ein, die bis zur nächsten LTS-Variante reifen sollen. Das bedeutet, dass einige Neuerungen von Ubuntu 12.10 wohl erst in zwei Jahren – als 2014 – ihre endgültige Form erhalten. Ob sich ein Upgrade auf eine der Zwischenversionen lohnt, müssen Sie selbst entscheiden. Unsere Artikel helfen dabei, indem sie zeigen, welche Neuerungen Ubuntu 12.10 mitbringt.

Sind Sie als Besitzer eines älteren Rechners halbwegs zufrieden mit Unity 2-D, sollten Sie den Wechsel gut überdenken: Da nun anstelle von Unity 2-D die 3-D-Variante im Verbund mit LLVMpipe um Einsatz kommt, besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass es zu Performance-Einbrüchen kommt – LLVMpipe ist keine ausgereifte Technologie. Wenn es also die 12.10 sein muss, sollten Sie in Erwägung ziehen, einen alternativen Desktop wie LXDE zu installieren. Oder Sie sitzen die Sache aus und schauen, ob Ubuntu 14.04 wieder performanter läuft. Möglicherweise kommt dann ja auch schon Wayland zum Einsatz, das es noch nicht in Ubuntu 12.10 geschafft hat.

Daneben werfen wir einen Blick auf Ubuntus neues App-Konzept: Die Distribution scheint damit offenbar einen Nerv zu treffen – jedenfalls spricht die Zahl der eingesandten Beiträge beim Ubuntu App Showdown dafür. Welche Überlegungen hinter der App-Strategie stecken und wie sie praktisch funktioniert, zeigt unser Artikel.

Bitcoin

Das Thema Bitcoin geisterte im Jahre 2011 durch alle Medien: eine virtuelle "Hacker"-Währung, von keiner zentralen Instanz kontrolliert, weltweit blitzschnell transferierbar und abbaubar wie ein Edelmetall. Kann das langfristig funktionieren? Wird das nicht sofort von Kriminellen missbraucht?

Während extreme Anhänger der digitalen Währung gleich die gesamten Ersparnisse in Bitcoin steckten, machten sich andere über einen weiteren Hype lustig. Einige Wirtschaftsverbände waren sich aber auch nicht zu blöd, die virtuelle Währung gleich verbieten zu wollen. Doch Bitcoin existiert noch immer, der Kurs der Währung ist fast wieder auf dem Niveau von damals. Nicht nur nehmen immer mehr Open-Source-Entwickler Spenden in der Digitalwährung entgegen, wussten Sie, dass auch einige Kernel-Entwickler an Bitcoin mitprogrammieren?

@L Gründe genug, Bitcoin und Bitcoins (so heißen die Währungseinheiten) einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Professor Cap von der Universität Rostock erklärt im Interview, warum sich Bitcoin nicht so einfach verbieten lässt. Er sieht durchaus eine Chance, dass sich Bitcoin irgendwann als alternative Internetwährung etabliert.

Wir beschreiben im Heft die faszinierenden Ideen hinter dem virtuellen Geld, stellen verschiedene Bitcoin-Clients vor, die quasi als virtuelle Brieftaschen funktionieren und zeigen nicht zuletzt, wie Sie mit einer guten Grafikkarte und der richtigen Software selbst zum digitalen Gelddrucker avancieren.

Inhalt

Neu: Ubuntu 12.10               32
Apps in Ubuntu          36
Bitcoin-Grundlagen              38
Bitcoin-Clients         44
Bitcoin-Mining          50
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