AA_haus.jpg

© kudryashka, 123RF.com

Besser einrichten

Virtuelle Raumplanung

Ziehen Sie in eine neue Wohnung oder möchten Sie die alte optisch auffrischen, würden Sie schon gern vorher wissen, wie das Ganze später aussieht. Mit Sweet Home 3D erfahren Sie es in einem virtuellen Rundgang.

Ein Wohnungswechsel kommt selten über Nacht – meist bleibt genügend Zeit, sich Gedanken über das Einrichten der neuen Wohnung zu machen. Da Sie oft schon im Vorfeld wissen, welche Abmessungen die Wohnung bzw. das Haus besitzt und welche Möbel Sie hineinstellen, steht einer Vorabplanung nichts im Wege. Fast nichts – den Skizzen mit Bleistift und Papier zu malen, ist umständlich und verlangt zeichnerisches Geschick.

Am Computer verschieben Sie virtuelle Möbel hingegen problemlos per Mausklick. Unter Ubuntu erweist sich die Software Sweet Home 3D dabei als nützlicher Helfer: Mit dem Programm entwerfen und importieren Sie 3-D-Modelle, die Sie in Innenräumen typischerweise benötigen. Die Java-Software läuft nicht nur plattformübergreifend, sondern ist auch freie Software. In diesem Artikel helfen wir bei den ersten Schritten mit der 3-D-Raumplanung.

Die Installation

Für die Installation von Sweet Home 3D in Version 3.5 rufen Sie einfach den Paketmanager auf. Weil es sich um ein Java-Programm handelt, ist keine besondere Einrichtung nötig. Sie installieren lediglich das Paket sweethome3d, das automatisch eine Java-Laufzeitumgebung (openjdk-7-jre) mit installiert. Sie starten das Programm über das Dash oder verwenden das neue Icon im Launcher. Abbildung 1 zeigt, wie es sich nach dem Start präsentiert.

Abbildung 1

Abbildung 1: So sieht das Hauptfenster von Sweet Home 3D nach dem Start aus – noch wirkt die Programmoberfläche kahl.

Erste Schritte

Machen Sie sich zunächst mit den Bedienelementen von Sweet Home 3D vertraut. Sie müssen die wichtigsten Tools kennen, um flüssig mit dem Programm zu arbeiten.

Das Programmfenster ist in vier Bereiche aufgeteilt: Oben links finden Sie die Modellbibliothek, in der sich sämtliche "Einrichtungsgegenstände" befinden – im weitesten Sinne also alle Elemente, die später zu beweglichen Objekten innerhalb eines Raumes werden. Hierzu zählt Sweet Home 3D auch Fenster und Türen, was anfangs etwas irritiert. Ein Klick auf einen der Pfeile vor den Raumbezeichnungen gibt den Blick auf die komplette Möbelliste frei. Ab Werk bringt das Programm bereits eine großen Anzahl vordefinierter 3-D-Modelle mit, so dass Sie für alle wichtigen Möbelstücke ein Modell vorfinden.

Unterhalb der Sammlung der 3-D-Modelle befindet sich ein beim Start noch leerer Bereich: Hier sehen Sie später die Parameter eines per Mausklick ausgewählten Objekts. Würden Sie z. B. in Ihrem Modell einen Schrank einfügen, legen Sie hier die Maße des Schranks fest und bestimmen, ob Sie den Schrank ein- oder ausblenden. Zusätzlich zu diesem Bereich gibt es einen Eigenschaftendialog, den Sie per Mausklick aufrufen und der weitere Optionen anbietet.

Die rechte Fensterhälfte besteht aus zwei großen Teilen, die aber die gleiche Aufgabe erfüllen: Sie zeigen den aktuellen Zustand des Raums an. Oben sehen Sie eine 2-D-Ansicht, unten eine 3-D-Version. Der 2-D-Bereich bietet eine Skala, dank der Sie sehr genau mit Maßen arbeiten. In das 3-D-Modell zoomen Sie über das Steuerkreuz hinein und ändern den Blickwinkel. Im Normalfall ziehen Sie zur Arbeit mit Sweet Home 3D eine Mischung aus 2-D- und 3-D-Modellierung heran. Kalkulieren Sie aber ein wenig Zeit ein, um sich mit der 3-D-Steuerung vertraut zu machen – diese funktioniert bisweilen nicht ganz intuitiv.

Einem Freund empfehlen