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Gib mir fünf!

Multibuntu: 5 Ubuntus auf DVD

Einmal mehr haben wir fünf brandneue Ubuntu-Varianten auf die Heft-DVD gepackt, darunter Linux Mint 14 mit KDE-Desktop und Mythbuntu, dass Ihren Rechner in einen Festplattenrekorder verwandelt.

Taufrische Ubuntu-Varianten auf einer Doppel-DVD – die Multibuntu-Version bringt wieder ein Ubuntu für jeden Geschmack mit. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie die DVD nutzen und stellen einige wichtige Änderungen und Neuerungen der verschiedenen Versionen kurz vor.

Erste Schritte

Die DVD bietet sämtliche Ubuntu-Versionen jeweils für 32- und 64-Bit-Systeme an. Üblicherweise legen Sie die DVD so herum in den Schacht, dass Sie das 64-Bit-Label sehen, wenn Sie die 64-Bit-Version installieren wollen. In der Vergangenheit gab es jedoch immer wieder Probleme mit der Position des Labels, weshalb das Bootmenü nun auch die jeweilige Systemarchitektur anzeigt.

Sie müssen Ubuntu und Co. aber nicht gleich installieren, sondern können zum Testen das Live-System verwenden. Das lädt Ubuntu zunächst in den Arbeitsspeicher, so dass Sie es ohne Installation bequem ausprobieren. Mehr zum Booten der DVD, dem Live-System und der Installation lesen Sie in unserem ausführlichen Installationsartikel. Dieser deckt die Installationswege von Kubuntu, Ubuntu sowie Xubuntu 12.10 ab. Für die Mythbuntu-Installation verweisen wir auf einen älteren Artikel aus dem Ubuntu User, der das Prinzip recht ausführlich bespricht.

Ubuntu 12.10

Wenn Sie zur Zeit Ubuntu 12.04 LTS einsetzen und damit zufrieden sind, sollten Sie nicht zu Ubuntu 12.10 wechseln, wenn Sie nicht schon länger auf eine der Neuerungen von Ubuntu 12.10 warten. Die fünf Jahre Support und die Stabilität der LTS-Version 12.04 sprechen dafür, diese erst einmal längere Zeit zu behalten.

Zu den Neuerungen von Ubuntu 12.10 gehört etwa, dass Sie aus dem Installer heraus extrem einfach eine Vollverschlüsselung des Systems einrichten können. Das bedeutet, dass Ihre Daten verschlüsselt auf der Festplatte liegen bleiben, wenn Sie nicht – vor dem Erscheinen des Bootmenüs – das korrekte Passwort eingeben. Bisher ließ sich lediglich das Home-Verzeichnis chiffrieren.

Auch Unity, der Desktop von Ubuntu 12.10, bringt ein paar Änderungen mit – von denen nicht alle auf helle Begeisterung stoßen. So erscheinen im Dash neuerdings auch Suchergebnisse von Amazon, sobald Sie eine beliebige Suche starten. Das hat Canonical einigen Ärger eingebracht, weil Sie das Feature über die Privatsphäre-Einstellungen aktiv abschalten müssen. Alterantiv entfernen Sie das Paket unity-lens-shopping. Zudem gehen die Suchanfragen zwar anonymisiert über Canonicals Server an Amazon, die zugehörigen Bilderabfragen betrifft das jedoch nicht.

Eine positive Entwicklung ist hingegen die Preview-Funktion: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf bestimmte Dateien, öffnet sich direkt im Dash eine Vorschaufunktion und Sie können Musik vorhören, Bilder ansehen und so weiter. Eine etwas merkwürdige Änderung, die neben Ubuntu auch Xubuntu betrifft, ist die Abschaffung von Jockey (auch als Zusätzliche Treiber bekannt), über das Sie bisher zum Beispiel die proprietären Grafikkartentreiber installieren konnten. Die lassen sich zwar weiterhin installieren, aber nur über ein eigenes Register Zusätzliche Treiber, dass Sie unter Ubuntu in dem Programm Software-Paketquellen finden (Abbildung 1). In diesem Fenster richten Sie üblicherweise zusätzliche Paketquellen ein, was die Treiberinstallation dort soll, bleibt unklar. Unter Xubuntu 12.10 gelangen Sie über Einstellungen | Software-Paketquellen dorthin.

Abbildung 1

Abbildung 1: Der neue Ort für die Installation der proprietären Grafikkartentreiber wurde unter Ubuntu und Xubuntu 12.10 etwas versteckt.

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