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Schnelleres Apt

Apt2 soll die Installation von Debian-Paketen beschleunigen

15.12.2009

Der Debian- und Ubuntu-Entwickler Julian Andres Klode berichtet in seinem Blog vom Fortschritt seiner Software Apt2, einer alternativen Umsetzung von Debians Advanced Packaging Tool (Apt).

Apt2, dessen Entwicklung Klode im August 2009 begann, besteht hauptsächlich aus der Bibliothek Libapt, die Funktionen zum Paketmanagement bereitstellt. Als Frontend gibt es das Kommandozeilenprogramm Capt. Der Programmierer setzt dafür die Cross-Platform-Bibliothek GLib und die junge objektorientierte Sprache Vala ein.

Als Datenbank-Backend verwendet Apt2 seit Kurzem SQLite 3, das umfangreiche Metadaten speichern kann und Suchanfragen für den Entwickler zu gewöhnlichen SQL-Statements macht. Außerdem verhilft es der Apt-Implementierung zu guter Performance: Nach Angaben von Julian Andres Klode sucht Capt etwa acht Mal schneller als Aptitude und rund drei Mal so schnell wie Apt-Cache.

Capt verwendet die Readline-Bibliothek, die auch in Bash Einsatz findet, und stellt somit einer interaktive Paket-Shell mit History zur Verfügung. Befehlsvervollständigung soll später folgen. Eine Auszug aus einer Beispielsitzung zeigt die Verwendung:

 

jak@hp:~/Desktop/APT2:temp$ capt
apt$ help
APT2 0.0.20091213 command-line frontend

Commands:
  config dump               Dump the configuration
  config get OPTION         Get the given option
  config set OPTION VALUE   Set the given option
  search EXPRESSION         Search for the given expression
  show PACKAGE              Show all versions of the given package
  sources list              Print a list of all sources
  version                   Print the version of APT2

 

Bis Weihnachten 2009 hofft Klode laut Blogeintrag, ein erstes Release von Apt2 zusammenzustellen. Es wird voraussichtlich die Vala-Version 0.7.9 oder neuer verwenden.

( Mathias Huber)