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Ende für Ship-It

Canonical verschickt keine CDs mehr an Endanwender

06.04.2011

Canonicals Marketing Manager Gerry Carr hat die Einstellung des Ship-It-Programms und der CD-Distributionsprogramme für Ubuntu angekündigt.

Im Rahmen der im Jahr 2005 gestarteten Programme hat Canonical kostenlos Ubuntu-CDs verschickt, um die neue Distribution bekannt zu machen. Millionen CDs seien so weltweit verschickt worden, resümiert Carr in seinem Blogbeitrag. Canonical begründet den Stop der Ship-It-Aktionen mit der inzwischen weitverbreiteten breitbandigen Internetanbindung der Nutzer. Ubuntu 11.04 wird es jetzt nicht mehr als kostenlose CD geben, die man sich schicken lassen kann. Es werde aber weiterhin CDs geben, diese allerdings will Canonical an die lokalen Ubuntu-Communities verschicken. Die so genannten Ubuntu Local Communities (LoCos) können die Ubuntu-CDs dann nach eigenem Gusto an den Mann bringen oder sich kreative Wege überlegen, wie dies geschehen soll. Die örtlichen Communities, so Carr, wüssten besser, wo Bedarf an CDs sei.

Canonical will auch das eigene CD-Distributionsprogramm zurückfahren. Trotz relativ wenigen Bestellungen sei der administrative Aufwand hoch, so Carr. Die Vereinfachung für Redistributoren bestehe nun darin, dass die sich die CDs im Store besorgen und ohne den Segen von Canonical weitergeben können. Die Redistributoren seien dafür nicht länger auf der Website Ubuntu.com gelistet.

Canonical will eine Online-Testversion von Ubuntu aufbauen. Das Cloud-Angebot für Ubuntu sei besonders für Windows-Umsteiger gedacht, die damit einen ersten Blick auf Ubuntu werfen können.

( Ulrich Bantle)