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Ein Heim für Daten

Debianer möchten Freedom Box für jeden Haushalt entwickeln

04.08.2010

Auf der derzeit in New York stattfindenden Konferenz Debconf haben einige Debian-Entwickler eine Idee des FSF-Juristen Eben Moglen aufgegriffen: Ein preiswerter Linux-Computer soll die Daten der Anwender aus dem Web zurück ins Heim holen.

Bereits im Februar beschrieb Moglen in einem Vortrag das Problem: Kalender, Mails und Adressen von Freunden speichert der zeitgemäße Web-2.0-User bei Online-Dienstleistern - und diese haben nicht unbedingt die selben Anliegen wie ihre Kundschaft.

Unter dem Schlagwort Freedom Box schlägt der Free-Software-Advokat einen eigenen Server für jedermann vor, der im Heim läuft. Die Box verwendet freie Software, sie betreibt das Weblog und hält die Informationen zum sozialen Austausch vor. Die verschlüsselt das Backup der Daten und verbindet sich mit den Boxen der Freunde. So soll sie den Online-Unternehmen die Verfügungsgewalt über die Daten entreißen und diese wieder dem Anwender an die Hand geben. All das ließe sich mit preiswerter und energiesparender Hardware verwirklichen.

Moglen sprach auch auf der Debian-Konferenz Debconf, und offenbar trafen seine Ausführungen auf offene Ohren: Im Debian-Wiki organisiert sich bereits ein Freedom-Box-Projekt, das das Konzept mit Debian-Technologie verwirklichen möchte. Die Interessenten kommen in den nächsten Tagen im Rahmen der Debconf zu einem ersten Treffen zusammen.

( Mathias Huber)