X-Server-Probleme

Fedora an Ubuntu: Wir sind nicht schuld am Speicherleck

28.04.2010

Kurz vor dem Release von Ubuntu 10.04 haben die Entwickler noch ein Speicherleck im X-Server entdeckt. Schuld daran sollen Patches von Red Hat sein.

Der Fedora-Entwickler Justin O'Brien hat zu den Vorwürfen stellung genommen, wonach das aktuelle Speicherleck im X-Server von Ubuntu 10.04 durch einen Patch von Red Hat in Ubuntu gelandet sei. Laut O'Brian sind weder Fedora noch Red Hat Enterprise von diesem Problem betroffen, auch stimme die Aussage nicht, dass die Patches, die zum Problem geführt haben, von Red-Hat-Mitarbeitern stammen würden.

Im Original-Bugeintrag von Ubuntus Launchpad heißt es, diese Patches hätten den Weg über Red Hat und Debian in Ubuntu gefunden:

"Red Hat backported glx 1.3 and 1.4 support from xserver 1.8. These patches
 were taken by Debian as patches 03_fedora_glx_versioning.diff 
and 04_fedora_glx14-swrast.diff, and so Ubuntu took them in order to 
remain in sync with Debian. Other distros using xserver 1.7 
have likewise adopted these backports."

O'Brien stellt nun klar, dass es für das Update zwei aufeinanderfolgende Patch-Ansätze gab und dass Ubuntu dabei einen anderen Weg als Fedora eingeschlagen habe. Fedora 13 würde zudem auf den X-Server 1.8 setzen, müsse also keinerlei Backports auf Version 1.7 durchführen. Zudem seien die Entwickler, die die Patches bereitgestellt hatten, bei Intel angestellt, nicht bei Red Hat.

Die Ubuntu-Entwickler haben den Fehler in der Zwischenzeit behoben, der Fix schaffte es aber nicht mehr ins finale Release von 10.04 alias "Lucid Lynx". Er wird somit per Update eingespielt.

( Marcel Hilzinger)