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Dein Freund, der Baum

Google Earth 6 zeigt Bäume und verbessert Streetview

01.12.2010

Google Earth 6 ist da. Wir erklären, was es an Neuem bringt und wie man es unter OpenSuse 11.2 und 11.3 sowie Ubuntu und seinen Derivaten installiert und dabei die vorhandenen Bugs umschifft.

Von Google Earth gibt es seit dieser Woche eine neue Version. Die 6. Auflage von Googles kostenloser Weltkarte bringt einige Verbesserungen und Veränderungen mit. So integriert sich Streetview besser, tauchen in einigen Städten Bäume auf und spielt das historische Kartenmaterial eine größere Rolle.

In Städten wie New York, Tokyo und San Francisco, aber auch Berlin, prägen nun ca. 80 Millionen Bäume das Stadtbild. Dabei verwendet Google Dutzende von verschiedenen Baummodellen, ein Film in Googles Blog gibt einen schönen Eindruck. Wenn man die Software allerdings installiert, zeigen sich die Bäume nur mit Konturen, es handelt sich um einen Bug. Um die Bäume in ihrer vollen Pracht zu erleben, startet man Google Earth über die Kommandozeile. Der Befehl LANG=en_EN googleearth ruft die Software in englischer Sprache auf, was merkwürdigerweise auch die Baumtexturen sichtbar macht.Die brauchen allerdings ordentlich Systemressourcen, mit Rucklern in der Darstellung lässt sich fast garantiert rechnen.

baeume

In der deutschen Version erscheinen die Bäume nur als Konturen.

baeume_in_berlin

Dank englischer Lokalisierung erhalten die Bäume ihr Laub zurück.

Streetview ist in Deutschland gerade erst gestartet, aber auch in Google Earth integriert. Die Entwickler haben die Bedienbarkeit von Streetview in der neuen Version von Google Earth spürbar verbessert. Wie in der Online-Version lassen sich die Straßen nun über Pegman ansteuern. So heißt das kleine gelbe Männchen, das man neben den Steuerelementen von Streetview findet. Pegman lässt sich per Drag & Drop auf einer der Straßen ziehen. Diese färbt die Software blau ein, sobald man Pegman mit gedrückter linker Maustaste bewegt und die Straße auch als Streetview-Ansicht vorliegt.

Eine weitere nützliche Verbesserung in Streetview ist de Steuerung. Bis zur Version fünf konnte man in Google Earth nur mit Hilfe von Mausklicks auf Kameraicons durch die Straßen fahren. Ein Klick auf das nächste Kamerasymbol brachte den Beobachter ein Stück weiter. Das ist nun wesentlich besser, denn man kann sich mit Hilfe der Pfeiltasten bewegen, was auch der Steuerung in der Online-Version von Streetview entspricht.

Installation unter Ubuntu und Co.

Um Google Earth 6 unter Ubuntu und Co. zu installieren, genügt es nicht, das Paket von der Webseite herunterzuladen. Vielmehr spielt man über den Paketmanager die Pakete googleearth-package und lsb-core auf den Rechner. 64-Bit-Systeme brauchen zudem das Paket ia32-libs.

Dann sollte man zunächst alte Google-Earth-Versionen deinstallieren. Benutzt man die offizielle Version von Google, wechselt man in das Verzeichnis $HOME/google-earth und gibt dort ./uninstall ein, was einen Uninstaller auf den Plan ruft. Bezieht man Google Earth aus einem Repository, hilft der Paketmanager beim Deinstallieren.Zudem muss man daran denken, dass Google Earth 3-D-Beschleunigung erfordert, um vernünftig zu laufen.

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Streetview ist nun deutlich besser in Google Earth integriert.

Nach der Installation der oben genannten Pakete geht's auf die Kommandozeile. Der Befehl make-googleearth-package --force erzeugt ein Debian-Paket von Google Earth, das im Home-Verzeichnis landet. Von dort lässt es sich per Doppelklick installieren.

Google Earth für OpenSuse

Unter OpenSuse 11.2 und 11.3 sollte man Google ebenfalls zunächst deinstallieren, falls es sich bereits auf der Platte befindet. Dann installiert man über den Paketmanager das Paket lsb und lädt anschließend das offizielle BIN-Paket von Googles Download-Seite herunter. Man wechselt in das Verzeichnis, in dem das heruntergeladene Paket liegt und öffnet eine Konsole. In die gibt man chmod u+x GoogleEarthLinux.bin ein und führt den Installer dann aus ./GoogleEarthLinux.bin. Um die Software zu starten, wechselt man nach der Installation in das Verzeichnis $HOME/google-earth und gibt dort ./googleearth ein.

(Der Artikel entstammt der Zeitschrift Ubuntu User)

( Kristian Kißling)