Ubuntu 12.10 ohne Wayland

Intgeration noch nicht reif

14.08.2012

Die Integration des X-Window-Nachfolgers Wayland in Ubuntu ist ins Stocken geraten. Ursprünglich für Quantal Quetzal angekündigt, soll das Fenstersystem nun doch erst in einer späteren Version kommen.

Trotz "guter Fortschritte" sei es unrealistisch, dass Ubuntu 12.10 eine funktionierende Wayland-Integration bringen könne, schreibt der Entwickler Sebastien Bacher auf Launchpad. Den aktuellen Stand der Integration bezeichnet er als "experimentell" und nennt PPAs, aus denen interessierte Anwender sich den Compositor installieren können.

Vor allem die Vesa- und Framebuffer-Treiber, aber auch der Betrieb mit mehreren Grafikkarten, diverse Fehler in Verbindung mit ConsoleKit oder dem Unity-Panel sowie falsch angewandte Farbprofile seien die wesentlichen Probleme derzeit, schreibt Bacher.

Das Wayland-Projekt umfasst sowohl ein eigenes Protokoll wie auch dessen Implementierung in C und einen Compositor und stellt einen eigenen, neu entwickelten Display-Server zur Verfügung. Als Clients kommen Anwendungen, X-Applikationen oder aber auch ein ganzer X-Server in Frage.

( Markus Feilner)