Sorry

Jono Bacon entschuldigt sich für den Fehlstart von Openrespect

19.11.2010

Der Initiator der Openrespect-Webseite erklärt, dass er einige Fehler gemacht habe. Er sieht nach wie vor Bedarf für seine Initiave.

In einem Blogeintrag bezieht Canonicals Community-Manager Jono Bacon (als Privatperson) Stellung zu den Reaktionen auf sein kürzlich bekannt gegebene Openrespect-Initiative. Sie hat mehr Aufmerksamkeit erfahren, als er gedacht hätte, schreibt Bacon: "Obwohl ich denke, dass Openrespect ein paar wichtige Punkte trifft und viele auch konstruktives Feedback gegeben haben, habe ich einige Fehler gemacht, und ich war schon immer der Ansicht, dass Fehler ernsthafte Entschuldigungen verdienen." In dem Posting legt Bacon nun unter anderem seine Intention ausführlich dar und diskutiert, wie es weitergehen könnte: Der Bedarf für mehr respektvollen Umgang miteinander sei definitiv da. "Unglücklicherwiese stehe ich jetzt wieder am Anfang. Ich empfinde den Drang und das Verantwortungsgefühl etwas zu tun, aber ich bin nicht sicher, was der richtige Weg ist", schließt er.

Das Projekt Openrespect sollte nach eigenen Angaben "einen gemeinsamen Ort schaffen, an dem wir unabhängig von unserer Meinung zu Freiheit und Offenheit respektvoll miteinander reden". In den knapp zwei Wochen, seit der Canonical-Community-Chef Jono Bacon das Projekt bekannt gegeben hat, gab es jedoch gemischte und teilweise heftige Reaktionen.

Kritisiert wurde zum Beispiel Bacons Behauptung, die Projektleiter von Debian und Fedora würden das Projekt offiziell unterstützten. Außerdem waren Kommentatoren der Meinung, dass Bacon wohl vor allem Canonicals Entscheidungen vor Kritik schützen wolle, dass aber auch und gerade Ubuntu-Mitglieder schon respektlos gewesen seien. Außerdem wurde Jono als "Scheinheiliger" angezweifelt, der sich anscheinend mit Worten statt Taten begnüge und der sich beim Lugradio - das sich als Satire-Programm mit der Zielscheibe Open-Source-Welt begreift - selbst respektlos gezeigt habe.

( Amber Graner, Anika Kehrer)