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Patchtracker hilft bei Code-Suche in Kernelzweige

14.05.2010

Der Canonical-Mitarbeiter Steve Conklin hat den so genannten Patchtracker im Kernel-Roundtable am ersten Tag des Entwicklertreffens Ubuntu Developer Summit (UDS) für Ubuntu 10.10 "Maverick Meerkat" in Brüssel vorgestellt. Das Entwicklertreffen endet heute.

Steve Conklin, Mitglied des Kernelteams von Canonical, schrieb den Patchtracker in den letzten paar Monaten, insbesondere während der letzten zwei Wochen, wie er der Redaktion berichtete. Das Python-Tool setzt auf das Django-Framework auf. Es erlaubt Entwicklern alle Git-Branches zu identifizieren, in denen ein bestimmter Kernelpatch Eingang gefunden hat.

Conklin schrieb das Tool infolge von Eigenbedarf: Er wollte Upstream-Patches über verschiedene Repositories hinweg im Blick haben. Speziell interessierte er sich für einen Grafiktreiber, der sowohl in Ubuntu Karmic Koala als auch Lucid Lynx Einzug halten sollte, was wegen der verschiedenen Git-Branches unübersichtlich wurde. Das Tool könnte aber auch für andere Entwickler nützlich sein. Es hilft generell, Fehlerquellen einer Kernel-basierten Software in Git zu identifizieren.

Conklin erklärt gegenüber der Redaktion: "Wenn etwa das Bluetooth-Modul in einer Distributionsrelease nicht funktioniert, im letzten Mainline-Kernel aber einwandfrei läuft, kann das Tool schnell alle Patches anzeigen, die zwar upstream sind, aber nicht den Weg in die Release gefunden haben. Das erleichtert herauszufinden, welcher Patch den Fehler behebt."

Einschränkend sagt der Kernelentwickler, dass seine Software (GPLv2 oder höher) als Prototyp aufzufassen sei, der aber immerhin die Nützlichkeit der Idee bewiesen habe. "Ich hoffe, bald ein paar bessere Konfigurationstools und Beispiele online zu haben, außerdem eine Live-Demo", fügt er hinzu. Eine Projektseite mit Git-Link zum Quellcode gibt es bereits.

( Anika Kehrer)