Nvidia-Linux-Treiber enttäuschen im Benchmark

Phoronix-Tests enthüllen Schwächen der Grafikkartentreiber

26.11.2012

Michael Larabel (Phoronix) hat wieder einmal getestet. Dieses Mal widerlegen seine Ergebnisse Nvidias Aussage, die neueste Linux-Treibergeneration würde den Open-GL-Support deutlich beschleunigen. Stimmt nicht, sagt Phoronix - der Upgrade rentiert sich nicht immer.

Zahlreiche Performance-Verbesserungen unter Linux hatte Nvidia angekündigt, als die Firma im Oktober die Version 310.x seiner Grafiktreiber vorstellte. Vor allem die letzte Woche vorgestellte Beta der Closed-Source-Treiber solle in Verbindung mit Valves Steam-Spieleplattform "erhebliche Performance-Vorteile" bringen, aber auch auf "normalen" Linux-Desktops schneller laufen.

Das stimme so pauschal nicht, konstatiert jetzt Phoronix-Tester Michael Larabel, der drei Radeon-Karten der 5er, 6er und 7er Serie mit verschiedenen Open-GL-Workloads testete. Unter Ubuntu 12.10 lief beispielsweise der Ego-Shooter Doom mit den neuen (Beta-)Treibern auf allen drei Grafikkarten langsamer als mit den vorherigen Treibern. Pauschal ließe sich der Eindruck allerdings nicht festigen: Nexuiz, Padman und Open Arena liefen gleich schnell, die Spiele Prey und Unigine Heaven (wie auch andere Unigine-Produkte) kooperierten gar nicht mit der neuen Software. Die Ergebnisse seien zwar sehr etwas heterogen, doch nirgends hatte der neue Treiber die Nase vorn, schreibt Larabel: "Es sieht so aus, als hätte Nvidia noch einige Arbeit vor sich."

( Markus Feilner)