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Persönlicher Videorekorder

YaVDR in Version 0.4

25.10.2011

Zwölf Monate haben die Entwickler am Release 0.4 von YaVDR gearbeitet. Kein Wunder also, dass die Version mit einigen interessanten neuen Features glänzt.

Das auf Ubuntu 11.04 basierende YaVDR erschien heute in Version 0.4. Die Entwickler geben an, zwölf Monate an dem Release gearbeitet zu haben. Bei YaVDR handelt es sich um eine PVR-Software (Private Video Recorder), die HDTV und XBMC in das Wohnzimmer der Anwender bringen will.

Die Distribution gibt es in Form von ISO-Images für 64-Bit-Rechner. Wer einen 32-Bit-Rechner verwendet, kann über Launchpad die entstprechenden Pakete installieren. Neu in YaVDR: Die Software erkennt die meisten USB-Fernbedienungen automatisch. Stöpselt der Anwender einen USB-Empfänger in den USB-Slot, lässt sich die Fernbedienung sofort nutzen. Das setzt voraus, dass YaVDR die Fernbedienung über das Paket yavdr-remote unterstützt.
Eine Technik namens Dynamite macht es möglich, DVB-Geräte im laufenden Betrieb anzustöpseln und zu entfernen. Nutzt man mehrere DVB-Geräte, startet der Kern von VDR bereits, ohne auf das langsamste zu warten. Zugleich lassen sich zusätzliche DVB-Karten anstöpseln, wenn man mehrere Sendungen parallel aufnehmen will. Nicht zuletzt lassen sich ungenutzte Karten in einen Stromsparmodus versetzen.

Weitere Änderungen sind: Automatisches Erkennen und Einrichten der Audiohardware und der DVB-Karte(n). Avahi erkennt zudem NFS-basierte Medienquellen im lokalen Netzwerk und mountet diese automatisch. Laufen mehrere VDRs im Netzwerk, erscheinen die Aufnahmen der anderen in YaVDR. Es gibt aktualisierte DVB-Pakete und experimentellen Support für FullFeatured-DVB-Karten. Es gibt neue Boot- und Ausschaltanimationen und das Webfrontend wurde aufgefrischt.

Das Entwicklerteam verschweigt aber auch die Nachteile nicht: Die Kooperation mit XBMC, eines der großen Projektziele, klappt noch immer nicht perfekt. Es gibt bisher nur eine experimentelle instabile Unterstützung für diese Kombination. Außerdem haben sich die Bootzeiten verschlechtert, was vermutlich am darunterliegenden Ubuntu liegt.

( Kristian Kißling)