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Renovierung

Zweite Alpha von Ubuntu 11.04

04.02.2011

Die zweite Alpha von Ubuntu 11.04 ist da. Im neuen Kernel steckt das so genannte 200-Zeilen-Wunder-Patch, es gibt einen neuen X-Server, LibreOffice löst OpenOffice ab und das Ganze ist noch ziemlich instabil.

Sie setzt nun Unity als Standarddesktop ein, daneben gibt es eine Ubuntu Classic Session mit dem traditionellen Gnome sowie einer 2-D-Variante des klassischen Gnome. Als Unterbau kommen der X.Org-Server in Version 1.10 zum Einsatz und Mesa 7.10. Angepasste proprietäre Treiber für den neuen X-Server von ATI und Nvidia lassen allerdings noch auf sich warten. Der eingesetzte Kernel 2.6.38 RC2 unterstützt Intels Sandy Bridge und bringt den neuen 200-zeiligen Wunder-Patch mit, der die Effizienz des Desktops spürbar steigern soll.

Apropos Desktop: Unity unterstützt nun keine Panel-Applets mehr, dafür gibt es den NetworkManager nun als Indikator. Schiebt man ein Fenster in den rechten oder linken Bereich des Bildschirms, streckt sich dieses nur auf die halbe Größe des Desktops. So lassen sich zwei Fenster nebeneinander positionieren.

An Anwendungen bringt Ubuntu 11.04 LibreOffice 3.3 mit, das OpenOffice 3.2 ablöst. Der Audioplayer Banshee ersetzt Rhythmbox. Als Browser kommt eine Vorabversion von Firefox 4 zum Einsatz. Will man eine Anwendung starten, klickt man auf das entsprechende Icon links in der Panel-Leiste, rufen das Dash auf und geben dann den Namen der Anwendung ein. Das Software-Center wird momentan weiter ausgebaut. Das Ratings-und-Reviews-Feature verfügt über eine Ubuntu-One-Anbindung, sodass die Anwender Bewertungen über Software austauschen können. Zugleich kann man die Bewertungen über Twitter und Facebook weitergeben.

Kubuntu 11.04 setzt auf das neue KDE 4.6 und ein Gstreamer-Backend für Phonon. Bestimmte Programme lassen sich einfach zu Aktivitäten bündeln. Und Kubuntu trennt sich nun auch von HAL und setzt auf udisks/upower. Die Server-Variante von Ubuntu hat Powernap 2.0 an Bord, durch das Server etwa 14 Prozent Strom sparen.

Ein kurzer Test von Ubuntu 11.04 macht schnell klar, dass auf die Entwickler noch einiges an Arbeit wartet. Man sollte die neue Version also nicht auf einem Produktivsystem einsetzen. Compiz und andere Komponenten stürzen noch recht häufig ab, es gibt Verzögerungen beim Aufrufen des Dash und insgesamt macht der Desktop noch einen inkonsistenten Eindruck. Zwar ist das für eine Alpa-Version nicht ungewöhnlich, mit den letzten Alpha-Versionen von Ubuntu 10.04 und 10.10 ließ sich im Vergleich allerdings schon einigermaßen arbeiten. Herunterladen kann man die Alpha für Ubuntu und seine Derivate hier:

( Kristian Kißling)